Unser Quartier: Das Moltkeviertel in Essen

KaM, Moltkeviertel

Aktuelles:

Zu den von Frühjahr 2024 bis Mitte 2025 laufenden – letztlich erfolglosen – Bemühungen um den Erhalt der früheren LZB-Direktorenvilla Schinkelstraße 38 in der Mitte des Moltkeviertels siehe hier.


Die Internetpräsenz www.moltkeviertel.de entsteht neu.

Einige Teile sind bereits überarbeitet und auf dieser Seite weiter unten wie folgt zu erreichen:

Zusätzliches aus einer ersten / früheren Version (bis 2022) der Internet-Präsenz hier. Ein Teil der darin enthaltenen Informationen  wie beispielweise manche Telefonnummern und Links  ist überholt und/oder nicht mehr erreichbar

Die erste / frühere Version wurde 2009 begonnen: zeitgleich mit dem Anlegen des Wikipedia-Eintrags über das Moltkeviertel  als Ergänzung sowohl zu jenem Beitrag als auch der im Juli 2010 erschienenen Broschüre von Tankred Stachelhaus Das Essener Moltkeviertel ‒ Weltweit einzigartige RaumKunst (siehe hier). Ziel war es unter anderem, Informationen, die im Laufe der Vorarbeiten zu der Broschüre zusammengetragen worden waren  aber nicht in die gedruckte Broschüre oder in den Wikipedia-Beitrag passten  öffentlich zur Verfügung zu stellen.


Das Moltkeviertel in Essen

(Klicken Sie in ein Bild für eine größere Darstellung.)

Das Moltkeviertel (hier in Wikipedia) blickt auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurück und ist auch heute lebens- und sehenswert. Zehn Bürger*innen des Moltkeviertels waren es, die 2006 den Verein KaM e.V. gründeten, um den Erhalt des Skulpturenensembles auf dem Moltke­platz lang­fristig zu sichern; siehe hier.

Für eine OpenStreetMap-Karte des Moltkeviertels und seiner Umgebung klicken Sie hier; für einen Plan mit dem Umriss des Moltkeviertels hier.

Der grüne Eingang ins Viertel: der Moltkeplatz

Der im Nordwesten des Moltkeviertels gelegene Moltkeplatz ist ein markanter Eingang des Viertels. Wie auf dem Luftbild ganz oben auf dieser Seite erkennbar, erstreckt sich der Platz von der keilförmigen ‒ von Bäumen umrahmten ‒ Rasenfläche mit dem Skulpturenensemble (links unterhalb der SELK Kirche am Moltkeplatz) hin zu den roten Tennisplätzen am rechten Bildrand ‒ und noch etwa 100 m weiter nach rechts in südlicher Richtung bis zur Moltkestraße; für ein weiteres Bild siehe hier.

Das nachfolgende Bild zeigt den unteren (=nördlichen Teil des) Moltkeplatz ‒ den Bereich, der seit 1982 das Skulpturenensemble beherbergt ‒ in einer alten Aufnahme aus den 1910-er Jahren.

Der untere (=nördliche) Moltkeplatz in den 1910-er Jahren; Blick von der Eisenbahnbrücke über die Kronprinzenstraße (heute S-Bahn-Brücke) in Richtung Südsüdost. An der Stelle des separaten Gebäudes am linken Bildrand – in alten Unterlagen als „Damenheim“ bezeichnet (wohl Frauenklinik mit Geburtsstation) – wurde in den 1970-er Jahren das Matthias-Ludwig-Haus der LOI Ludwig Ofenbau Industrie mit der Adresse Moltkeplatz 1 errichtet; zu LOI siehe u.a. hier.

Für die Anreise zum Moltkeplatz siehe hier.

Direkt in die Mitte des Viertels: über die Moltkebrücke

Ein weiterer markanter Eingang in das Moltkeviertel führt von Westen kommend über die 1910 fertiggestellte Moltkebrücke über die S-Bahnlinie im Zuge der Moltkestraße. Die vier Brückenpfeiler sind mit Putten von Joseph Enseling geschmückt und trugen zeitweise ‒ bis zu deren Abbau möglicherweise während des Ersten Weltkriegs ‒ oben Gas-Beleuchtungskörper, siehe hier und hier. Der Zaun neben der Brücke enthält mehrere Jugendstil-Elemente.

Putten von Joseph Enseling
Brücke der Moltkestraße über die S-Bahn-Linie; Blick nach Westen. Bild aus 2009.
Bild aus den 1910er-Jahren (Stadt Essen, aus dem Wikipedia-Artikel über das Moltkeviertel, Details hier).

Planung des Moltkeviertels

Geplant wurde das Moltkeviertel Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Essener Beigeordneten Robert Schmidt (1869‒1934) unter bürgerlich-sozial­­reformerischen Gesichts­punkten mit dem Ziel, unweit der Essener Innenstadt ein Viertel mit hoher Wohnqualität ent­stehen zu lassen.

Für einen Plan mit dem Umriss des Moltkeviertels siehe hier.

Plakette auf Robert Schmidts Grabmal auf dem Parkfriedhof Essen (Feld 8 Nr. 91); Plan hier.

Das Wirken Robert Schmidts in Essen aus Sicht der Stadtentwicklung und -baukunst für die ganze Stadt als auch sehr ausführliche Darstellungen zu Konzeption und Planung des Moltkeviertels sind unter anderem in dem Band „Großstadt gestalten / Stadtbaumeister an Rhein und Ruhr.“ von Markus Jager und Wolfgang Sonne, Berlin 2016, 237 S., ISBN 9783869225364 (pp. 97-112) ausführlich vorgestellt. Hierin wird unter anderem auch auf die terrassenförmige Anlage der Spiel- und Sportplatz-Anlagen des Moltkeplatzes als „Distanzhalter“ zur Eisenbahntrasse eingegangen … erst „dahinter“ erstrecken sich die Wohnstraßen.

WAZ/NRZ betiteln einen Artikel am 1. Oktober 2013 (in der online-Version mit Link zur Bilderstrecke eines Rundgangs … teilweise hinter einer paywall) wie folgt: Das Moltkeviertel in Essen – ein Stadtquartier als großer Wurf.

Tankred Stachelhaus, Journalist und Autor der Broschüre Das Essener Moltkeviertel ‒ Weltweit einzigartige RaumKunst, bezeichnet das Moltkeviertel in einem Beitrag als Manifest der Avantgarde.

Detaillierte weitere Informationen zu Stadtplanung, Bebauung und zu den Baustilen im Moltkeviertel finden sich unter anderem in den Anlagen zur Erhaltungssatzung für das Moltkeviertel der Stadt Essen aus 1983 (Seite 6 ff des pdfs aus 2022) hier.

Bebauung

Die Bebauung des Moltkeviertels erfolgte zeitlich in mehreren Phasen im wesentlichen von Norden fortschreitend nach Süden. Einzelne Eckpunkte dazu:

19061908
Ankauf durch die Stadt Essen des Geländes des Brünglinghaus Hofs mit anschließender Bebauung beginnend im wesentlichen nördlich der Moltkestraße (vergleiche u.a. Stadtplan aus 1910 hier),

Die Fläche des Brünglinghaus Hofs wird mit mehr als 33 ha angegeben; Lage des Hofs nach Karten vor 1907 des Historischen Portal Essen etwa im Bereich der heutigen Kreuzung Ruhrallee / Schinkelstraße. Hingegen zeigt der Stadtplan aus 1910 den Hof eher dort, wo seit 1913 das Elisabeth-Krankenhaus steht.

1908
Ankauf eines 3,5 ha großen Grundstücks von dem Fabrikbesitzer Ernst Schnutenhaus im Bereich der im Zuge der Entwicklung des Gebietes nach ihm benannten Straße. Im Anschluss erbaut dort die von städtischen Beamten gegründete Baugenossenschaft ab 1910 die sogenannte Siedlung Eigenheim (vergleiche u.a. hier).

1910
Fertigstellung der Moltkebrücke im Zuge der Moltkestraße über die Bahnlinie; damit ist das Moltkeviertel nach Westen Richtung Rüttenscheid straßenmäßig mit der sehr repräsentativen Konstruktion ebenerdig an vorher angelegte Essener Stadtgebiete südlich der Innenstadt angebunden. Auf dem drei Jahre vorher erstellten Stadtplan aus 1907 des Historischen Portal Essen endet die Straßenverbindung von Westen kommend noch an der Bahnlinie (dies ist heute der westlichste Teil der Moltkestraße). Der Kartenausschnitt zeigt u.a. die schon vorher angelegte Kronprinzen-/ Kurfürstenstraße nach rechts oben verlaufend sowie die Rellinghauser Straße nach rechts unten. Die Bahnstrecke war bereits 1877 eingeweiht worden; siehe hier. Straßen und Plätze im Moltkeviertel und z.B. die Ruhrallee sind auf dem Plan aus 1907 noch nicht ausgewiesen.

ab 1925
Gestaltung der Wiebe-Anlage.

bis 1928
Bereich nördlich der Henricistraße straßenmäßig angelegt und weitgehend bebaut; ebenfalls ist der Bereich zwischen Henrici-, Wallot-, Töpfer- und Rellinghauser Straße um die Wiebe-Anlage herum straßenmäßig angelegt und zum Teil bebaut. Auf Stadtplänen bis 1928 ist in dem Bereich südlich der Henricistraße – auf dem ab 1934 das Huyssensstift entsteht – noch ein Ringofen eingezeichnet. Für ein historisches Schräg-Luftbild aus 1926 eines großen Teils des Moltkeviertels siehe hier (Flug 11, Bild 263; aus einer Sammlung der WAZ). Am rechten unteren Rand sind Strukturen um Ringöfen südlich der Henricistraße zu erkennen; vergleiche u.a. mit dem Stadtplan aus 1910 hier und Luftbildern des Historischen Portals Stadt Essen.

19341936
Bau der Krankenanstalten des Huyssenstifts; und in Folge

Bebauung des Bereichs Henrici-, Töpfer- und Wallotstraße.

Historische Bilder; Fotograf und Aufnahmejahre unbekannt; vermutlich etwa 1920er-Jahre

Blick von der Weißbachstraße etwa nach Nordosten Richtung Koppers-Gebäude und Baugewerkschule
Blick über den oberen Moltkeplatz nach Norden

Häuserfront in der Schinkelstraße sukzessive zurückversetzt

Fluchtlinie in rot ergänzt

Die DGK5-Grundkarten des Historischen Portal Essen zeigen, dass die Häuserfronten auf der westlichen (= linken) Seite der Schinkelstraße bei Blickrichtung von Süden (= von der Moltkestraße aus) Richtung Semperstraße und Ruhrallee im Norden sukzessive zurückversetzt sind.

Die Stadtplanung unter Robert Schmidt hat Anfang des 20. Jahrhunderts diesen Kunstgriff eingesetzt, um das perspektivische Zusammenlaufen der Fluchtlinien in der Ferne zu kompensieren und die Straße auch in der Ferne so breit wie in der Nähe erscheinen zu lassen.

Der südliche Ankerpunkt dieser gestalterischen Maßnahme war bis zu seinem Abriss die Stadtvilla Schinkelstraße 38; siehe hier.

Zitat dazu aus dem Buch Berger Bergmann und Peter Brdenk (Hg.): Das Moltkeviertel in Essen ‒ Die etwas andere Gartenstadt, Essen 2023 (siehe hier), dortige S. 17: „Bemerkenswert und bis heute erkennbar ist ein solcher Kunstgriff … an der Schinkelstraße in Blickrichtung zur Ruhrallee: Mit größer werdender Bemessung der Vorgärten längs der Straße wird optisch die Illusion von Nähe erzeugt. First- und Traufkantenhöhen folgen hier … einer differenzierten, baukünstlerisch anspruchsvollen Vorgabe.“

Mehr zu Stadtplanung, Bebauung und zu den Baustilen

Details in den Anlagen zur Erhaltungssatzung für das Moltkeviertel aus 1983 (ab Seite 6 des pdfs der Stadt Essen aus 2022 hier).

Für Bilder und Detailkarten mit dem Ablauf der Bebauung ab 1957 im Bereich nördlich der Moltkestraße zwischen Moltkeplatz und Schinkelstraßezusammengestellt im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Erhalt des Hauses Schinkelstraße 38 siehe hier und hier.

Weitere Informationen zu Stadtplanung, Bebauung und zu den Baustilen im Moltkeviertel unter anderem hier in einem Beitrag von Tankred Stachelhaus (Journalist und Autor), in den Broschüren von Silke Lück: Das Moltkeviertel in Essen (Rheinische Kunststätten; Heft 449), Köln 2000 (siehe hier) und Tankred Stachelhaus: Das Essener Moltkeviertel ‒ Weltweit einzigartige RaumKunst (Rheinische Kunststätten; Heft 521), Köln 2010 (siehe hier) und in dem Buch von Berger Bergmann und Peter Brdenk (Hg.): Das Moltkeviertel in Essen ‒ Die etwas andere Gartenstadt, Essen 2023 (siehe hier). Vergleiche auch die Historischen Stadtpläne des Historischen Portals Stadt Essen.

Für einen Rundgang / Streifzug durch das Moltkeviertel und seine Umgebung siehe u.a. in der Broschüre von Tankred Stachelhaus (siehe hier) sowie in einem Beitrag von Robert Welzel hier.

Robert-Schmidt-Berufskolleg … die ehemalige Königliche Baugewerkschule

Ein markanter Punkt des Moltkeviertels ist der alles überragende ‒ und von weither sichtbare ‒ Uhrturm der ursprünglichen Königlichen Bau­gewerkschule an der Robert-Schmidt-Straße / Ecke Moltkestraße gegenüber dem südostlichen Ende des Moltkeplatzes. Das Gebäude wurde von dem Essener Architekten Edmund Körner gebaut (fertig­ge­stellt 1911). Über die Einweihung schreibt Tankred Stachelhaus hier. Seit 1982 ist das Gebäude Sitz des Robert-Schmidt-Berufskollegs.

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche Essen SELK

Hinweistafel am Kirchengebäude hier.

Am Moltkeplatz 17‒19 / Ecke Semperstraße findet sich der denkmalgeschützte Kirchenbau der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche Essen SELK (auch als Altlutherische Kirche bezeichnet) schräg gegenüber der Skulpturenwiese.

Der Kirchenbau entstand 1910 als Frühwerk des bekannten Architekten und Kirchenbaumeisters Otto Bartning (SELK im Verzeichnis der Otto-Bartning-Arbeits-Gemeinschaft e.V.Otto Bartning in Wikipedia).

Zu den weiteren bekannten Architekten von Bauten im Moltkeviertel zählt Georg Metzendorf, der unter anderem auch die Siedlung Margarethenhöhe schuf. Mehr zu den Architekten, die im Moltkeviertel gebaut haben, hier.

Karten und Pläne

Für eine OpenStreetMap-Karte des Moltkeviertels und seiner Umgebung klicken Sie hier. Die Karte ist zentriert auf das Robert-Schmidt-Berufskolleg (die ehemalige Bau­gewerkschule) mit seinem Uhrturm. Nach allgemeinem Verständnis wird das Moltkeviertel im engeren Sinne begrenzt durch die Ruhrallee, Töpferstraße, Rellinghauser Straße und die Trasse der S-Bahn-Linie S6 Essen Hbf ‒ Süd ‒ Stadtwald ‒ Villa Hügel ‒ Werden ‒ Kettwig ‒ Düsseldorf ‒ Köln (Essener Teilstück eingeweiht 1877; siehe hier). Plan mit Umriss des Moltkeviertels hier.

Stadtplan 1910: aus Historisches Portal Essen;
vergleiche dazu Stadtplan 1907 hier (vor Beginn der Anlage des Moltkeviertels).
Stadtplan 1979: aus Historisches Portal Essen
Autobahn A52 als im Bau markiert

Für den offiziellen Stadtplan der Stadt Essen klicken Sie hier. Für historische (und aktuelle) Karten, Pläne und Luftbilder nutzen Sie das Historische Portal Stadt Essen (Historische Stadtpläne- und weitere Symbole in der oberen rechten Leiste).

Nach den historischen Plänen wurde der Bereich Rellinghauser Straße ‒ Henricistraße ‒ Töpferstraße nach 1910 neu erschlossen; auch die frühere Verbindung Baumeisterstraße (von der Moltke- zur Henricistraße; zwischen Olbrichstraße und Camillo-Sitte-Platz) verschwand. Zu historischen Luftbildern hier.

Höhenkarten

Für eine farbcodierte Höhenkarte des Moltkeviertels (abgerufen von hier ) siehe hier.

Die vom Historisches Portal Stadt Essen aufrufbaren DGK5-Grundkarten der Jahre 1960-1986 enthalten Höhenlinien. Ebenfalls finden sich Höhenlinien und -werte (und andere Kartendarstellungen) in diversen Karten des GEOportal NRW.

Straßennamen

Während die Namensgebung für die größte Straße und den größten Platz des Viertels nach dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800‒1891) wohl eher dem Zeitgeist Anfang des 20. Jahrhunderts geschuldet war, wurden fast alle anderen Straßen und Plätze als Zeichen entsprechender Wertschätzung nach bekannten Architekten und Stadtplanern benannt. In dem Buch Das Moltkeviertel in Essen – Die etwas andere Gartenstadt aus 2022 sind die Namensgeber ausführlich vorgestellt.

Mit Ausnahme von Heinrich Friedrich Wiebe (1843‒1922; Architekt und Bauingenieur, Stadtbaurat und Beigeordneter in Essen), dem Fabrikbesitzer Ernst Schnutenhaus (der 1908 ein 3,5 ha großes Grundstück im Bereich der nach ihm benannten Straße an die Stadt Essen verkaufte; vergleiche Seite 4 der Broschüre Das Moltkeviertel in Essen (Rheinische Kunststätten; Heft 449), Köln 2000 von Silke Lück; siehe hier) und dem Kaufmann Friedrich Küch (siehe weiter unten) sind die Namensgeber auch in Wikipedia zu finden; siehe nachfolgend (mit Link zum Wikipedia-Eintrag, wo verfügbar):

Heinrich Friedrich Wiebe (ehemaliger Beigeordneter der Stadt Essen; siehe oben) 

Friedrich Küch (nicht im Buch behandelt. Wikipedia scheint einen anderen Friedrich Küch zu nennen)

Zusätzlich erinnert seit dem 25. März 2022 der Uta-Ranke-Heinemann-Platz an der Ecke Henricistraße / Franziusstraße im Südwesten des Moltkeviertels an die ein Jahr zuvor verstorbene weltweit erste katholische Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann. Aufgewachsen im Haus ihrer Eltern Hilda und Gustav Heinemann in der Schinkelstraße 34 (Bild des Hauses im nächsten Absatz), wohnte Uta Ranke-Heinemann später mit ihrer eigenen Familie in der Henricistraße ‒ ebenfalls im Moltkeviertel ‒ in fußläufiger Entfernung zu dem jetzt nach ihr benannten Platz. Mehr dazu hier.

Nach den historischen Stadtplänen trug die jetzige Friedrich-Küch-Straße (ganz im Süden des Moltkeviertels) zumindest bis 1935 den Namen Begasstraße (zu Mitgliedern der Künstlerfamilie Begas hier). In ihrer Broschüre Das Moltkeviertel in Essen (Rheinische Kunststätten; Heft 449), Köln 2000 (siehe hier) schreibt die Autorin Silke Lück auf Seite 12: (Zitat) „Das Gelände des Kaufmanns Friedrich Küch, das sich von der südlichen Wallotstraße über die heutige Wiebeanlage – die am 9. August 1927 nach einem ehemaligen Beigeordneten der Stadt Essen benannt wurde – bis hin zur Friedrich-Küch-Straße, der ehemaligen Begasstraße erstreckte, mußte um 1925 in die Hände der Stadt Essen übergegangen sein. …“

Die Messelstraße war in der Zeit 10. Juni 1940‒15. Mai 1945 als Ludwig-Troost-Straße nach Hitlers Lieblingsarchitekt benannt; siehe Ausschnitt eines Stadtplan von 1942 im Historischen Portal hier (mit weiteren Namensgebungen während der NS-Zeit insbesondere in Rüttenscheid).

Ebenfalls auf dem Stadtplan von 1942 des Historischen Portals ist dargestellt, dass sich eine Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof über die Gutenberg- und Kronprinzenstraße in der Mitte der Ruhrallee bis zur Kreuzung mit der Töpferstraße erstreckte. Eine mündliche Überlieferung besagt, dass auf dieser Strecke stets die neuesten Straßenbahnzüge fuhren: der oberste Verantwortliche habe seinerzeit in der Nähe der Endstation gewohnt.

Gebäude

Robert-Schmidt-Berufskolleg
Wohnhaus Heinemann, Schinkelstraße 34
Wohnhaus Villa Koppers, Moltkeplatz 61
Verwaltungsgebäude Koppers, Moltkestraße 29

Zu den bemerkenswerten Gebäuden im Moltkeviertel zählen neben dem Robert-Schmidt-Berufskolleg (der ehemaligen Königlichen Baugewerkschule; siehe oben) das seinerzeitige Wohnhaus des Bundespräsidenten Gustav Heinemann (Schinkelstraße 34), das Kirchengebäude der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche SELK am Moltkeplatz / Ecke Semperstraße (siehe oben sowie z.B. hier), der über Eck zusammenhängende Gebäudekomplex der ehemaligen Villa Koppers (seinerzeit Wohnhaus der Familie Koppers, Moltkeplatz 61; heute Sitz der International School Ruhr) mit dem ursprünglichen Verwaltungsgebäude der Firma Koppers (Moltkestraße 29) an der Ecke Moltkestraße / Moltkeplatz, die Krankenanstalten der Huyssens-Stiftung an der Henricistraße sowie auf der anderen Seite der Ruhrallee der Ruhrturm (das ehemalige Ruhrgas-Gebäude) und das Elisabeth-Krankenhaus an der Ruhrallee / Ecke Moltkestraße.

Schinkelstraße 38

Zu den – letztlich erfolglosen – Bemühungen der Anwohnerschaft des Moltkeviertels in den Jahren 2024/2025, das zuletzt als LZB-Direktorenvilla genutzte Gebäude Schinkelstraße 38 vor dem Abriss – im Zusammenhang mit dem Umbau des LZB-/Bundesbank-Gebäudes zu einer Grundschule – zu bewahren, siehe hier.

Schinkelstraße 30/32

Foto: Kurt Hege, Essen 1954-55
Foto: 2. August 2025; weiteres Bild hier

Das Gebäude Schinkelstraße 30/32 wurde durch den schwedischen Architekten Folke Hederus (auf deutsch hier) als Wohnhaus mit Bürotrakt für die Schwedenerz-Gesellschaft erbaut (der Akteneintrag nennt dafür das Jahr 1956).

Nach den Plänen aus den 1950er-Jahren ist die Einfriedung Teil der Architektur.

Das Gebäude wird seit 1987 in der Denkmalliste der Stadt Essen geführt (siehe hier; mehr auch hier).

Links zu Bildern von weiteren Gebäuden auch hier (direkt hier) sowie auf Wikipedia hier.

Architekten

In dem Buch Das Moltkeviertel in Essen – Die etwas andere Gartenstadt aus 2022 finden sich eine tabellarische und eine kartenmäßige Aufstellung von Architekten und ihren Bauwerken im Moltkeviertel. Eine Vielzahl der Architekten, die im Moltkeviertel gebaut haben, sind dort in Kurzportraits vorgestellt. Nachfolgend diese Liste (mit Link zu einem Wikipedia-Eintrag, wo verfügbar):

Christoph Brüggemann

Karl Großkopf (+ Johann Kunz)

Emil Haakshorst

Johann Jean Lobigs

Paul Portten

Richard Radeboldt

Weitere Architekten mit Bauten im Moltkeviertel (nicht in dem oben angegebenen Buch porträtiert) unter anderem:

Max Büssing

Heinz Emschermann

August Heckmann

Heykamp

Leo Hotze

Wilhelm Kleinhenne

Otto Meerkamm

Luftbilder

Blick etwa nach Nordosten über den langgestreckten, von Baumreihen gesäumten Moltkeplatz; oberer Bildrand links: Bahntrasse und A 40; unten: Moltkestraße mit der Brücke über die S6-Bahnlinie; Bildmitte: SELK Kirche am Moltkeplatz; von dort halbrechts nach oben: Auferstehungskirche; weiter: Wasserturm Steeler Straße bei der A40. Aufnahme 2009
Elisabeth-Krankenhaus (links) und Ruhrturm (rechts) an der Ruhrallee (im Bogen von links unten nach rechts oben) / Kreuzung Moltkestraße. Aufnahme 2009
Huyssens-Stiftung (oben); Schinkelstraße (rechter Rand); Ruhrallee (unten links angeschnitten); Moltkestraße (Mitte etwa horizontal). Aufnahme 2009
Nördlicher Teil des Moltkeviertels: Berufskolleg (Mitte), gegenüber das LZB-/ Bundesbank-Gebäude Moltkestraße 31‒33. Huyssens-Stiftung (oben links); Moltkeplatz mit roten Tennisplätzen (unten rechts). Aufnahme 2009

Aufnahme vermutlich aus den frühen 1980er-Jahren: nördlicher Teil des Moltkeviertels. Blick vom Beginn der Ruhrallee nach Süden. Unten Mitte: LOI-Gebäude Moltkeplatz 1; rechts unten Moltkeplatz mit der Skulpturenwiese (seit 1982). Oben Mitte/links: Berufskolleg. Aufnahme vermutlich aus den frühen 1980er-Jahren vor dem Abriss der Gebäudegruppe der Fa. Koppers in der Bildmitte. Nach dem Abriss und der Verkleinerung des alten Koppers-Gebäudes an der Moltkestraße 29‒31 entstanden dort der Neubau der LZB- (später Bundesbank-) Filiale Moltkestraße 31‒33 und die Wohngebäude Moltkeplatz 25‒55; vergleiche dazu auch das obige Luftbild aus 2009, sowie eine Zusammenstellung hier aus dem Historisches Portal Essen.
Blick über den südlichen Teil des Moltkeviertels nach Norden. Links unten Turm der Kirche St. Raphael und Hubertus; Mitte oben: Berufskolleg mit Uhrturm; rechts: Huyssens Stiftung Kliniken Essen-Mitte. Aufnahme 2009.

Historische Luftbilder

Für historische (und aktuelle) Luftbilder (von ganz Essen) nutzen Sie das Historische Portal Stadt Essen (Flugzeug-Symbol in der oberen rechten Leiste). Für ein historisches Schräg-Luftbild aus 1926 eines großen Teils des Moltkeviertels siehe hier (Flug 11, Bild 263; aus einer Sammlung der WAZ). Am rechten unteren Rand sind noch Strukturen um Ringöfen zu erkennen; vergleiche u.a. mit dem Stadtplan aus 1910 hier. In diesem Bereich ‒ südlich der Henricistraße ‒ entstanden ab 1934 die Krankenanstalten der Huyssens-Stiftung.

Erhaltungssatzung und Denkmalschutz

Für den größten Teil des Moltkeviertels gilt eine im Jahre 1983 erlassene Erhaltungssatzung; siehe hier (oder hier und hier). Zur Erhaltungssatzung gibt es ergänzende Unterlagen, die mit dem Vermerk „Herausgeberin Stadt Essen, Amt für Stadtplanung und Bauordnung / Stand September 2022„ veröffentlicht sind; siehe hier (oder hier).

Diverse Gebäude im Moltkeviertel stehen unter Denkmalschutz; Listen siehe unter anderem hier (für den Teil, der im Stadtteil Essen-Südostviertel liegt) und hier (in -Huttrop); für die Abgrenzung zwischen den beiden Stadtteilen siehe zum Beispiel hier (oder unten auf dieser Seite)

klicken Sie in das Bild zum Vergrößern; pdf hier

Das Bild ist ein Ausschnitt aus der Webseite Denkmäler in Essen des Geoportal Essen. Durch Anklicken eines (Bau-) Denkmals auf jener Webseite können Detailinformationen dazu online abgerufen werden.

Ausschnitt als pdf hier.

Stand 4. August 2024.

Zu den von Frühjahr 2024 bis Mitte 2025 laufenden – letztlich erfolglosen – Bemühungen um den Erhalt der früheren LZB-Direktorenvilla Schinkelstraße 38 in der Mitte des Moltkeviertels siehe hier.

Die Berne: aus dem Moltkeviertel nach Norden bis zur Emscher

Die Berne ist ein Nebenfluss der Emscher, der mit einem Arm im Moltkeviertel und dem anderen direkt westlich davon entspringt und am östlichen Rand der Essener Innenstadt nach Norden bis zur Emscher führt. Im Moltkeviertel und in der Innenstadt ist die Berne vollständig verrohrt und wird erst nördlich der Innenstadt ein offenes Gewässer … gegenwärtig noch weitgehend kanalisiert und betoniert. Auf Karten vor 1874 des Historischen Portals Stadt Essen sind im Bereich der Stadt mehrere Mühlen- und Fisch-Teiche zu sehen, die von der Berne gespeist bzw. durchflossen wurden.

Zu Beiträgen über die Berne ‒ insbesondere zu den Arbeiten zu deren Renaturierung ‒ auf der Internet-Präsenz der Emschergenossenschaft (deren Zuständigkeit sich auch auf die Nebenflüsse wie die Berne erstreckt) siehe hier.

In dem Beitrag Die Sage von der Berne (aus dem Buch Emschersagen. Von der Mündung bis zur Quelle von Dirk Sondermann, Bottrop 2006) wird in der Anmerkung erläutert, dass die Stadt Essen früher als „Essen, Stadt an der Berne“ bezeichnet wurde (in einem französischem Wörterbuch zur Geographie sogar noch bis 1977). Früher verständlich: die Ruhr lag damals noch weit außerhalb der Essener Stadtgrenzen.

Die Berne hat zwei Quellarme, von denen einer im Bernewäldchen direkt westlich der Richard-Wagner-Straße bei der Straße Am Bernewäldchen entspringt (etwa 200 m westlich der Mitte des Moltkeplatzes und damit etwas außerhalb des eigentlichen Moltkeviertels; Karte siehe hier). Die Quelle ist dort ausgeschildert.

Der andere Arm entspringt etwa 1 km südsüdöstlich bei der Henricistraße nahe der Einmündung in die Rellinghauser Straße und reicht von dort nach Norden Richtung Moltkeplatz. Dieser Arm ist auf einer Karte aus 1874‒1875 schon nur noch nördlich der heutigen Moltkestraße eingezeichnet. 1877 wurde die dort Nord-Süd verlaufende Bahntrasse der heutigen S6 fertiggestellt (in historischen Karten bereits 1874‒1875 eingezeichnet), über die mit der 1910 fertiggestellten Moltkebrücke (siehe in der Liste hier) auf einem nach Osten anschließenden Damm die Moltkestraße führt. Heutzutage sind alle Quellarme und Zuflüsse der Berne und deren weiterer Verlauf bis nördlich der Essener Innenstadt verrohrt und verlaufen vollständig unterirdisch.

„Honigmannkarte 1803‒1806“; heutiger Stadtplan transparent hinterlegt; aus Historisches Portal Stadt Essen. Klicken in ein Kartenbild vergrößert dies.
Karte „Historischer Stadtkreis 1874‒75“; heutiger Stadtplan transparent hinterlegt; aus Historisches Portal Stadt Essen

Die Karten zeigen, dass die beiden Quellarme der Berne im Bereich der heutigen Skulpturenwiese etwa auf Höhe der SELK Kirche am Moltkeplatz zusammenflossen. Die Karte aus 1803‒1806 zeigt direkt nördlich davon einen kleinen Teich. Karten aus dem Jahr 1894 und später zeigen keinen offenen Verlauf der Berne mehr. Die SELK Kirche ‒ zur besseren Orientierung markiert ‒ wurde 1910 zu Beginn der Bebauung des Moltkeviertels errichtet.

Ein weiterer Zufluss auf den ersten Kilometern der Berne entspringt mit mehreren kleinen Teichen zwischen (heutige Lagebezeichnungen) Ruhrallee und Saarbrücker Straße am westlichen Rand des Ostfriedhofs (etwas außerhalb des eigentlichen Moltkeviertels), fließt von dort nach Westen und trifft direkt westlich der S-Bahnstrecke (auf dem heutigen Gelände von RVR und Ruhrverband) auf die Berne. Auch dieser Zufluss ist an der Oberfläche nicht mehr sichtbar. Für einen Ausschnitt aus der „Honigmannkarte 1803‒1806“ des Historischen Portals der Stadt Essen siehe hier.

Verlauf der Berne

Der gesamte Verlauf der Berne von den Quellen im Moltkeviertel (im Süden) bis nördlich der heutigen Essener Innenstadt ist sichtbar auf vier Kartenausschnitten aus der „Honigmannkarte 1803‒1806“ des Historischen Portals der Stadt Essen (unterlegt mit dem heutigem Stadtplan): hier (Quellen im Moltkeviertel) > hier (südlich der Innenstadt > hier (am östlichen Rand der Innenstadt) > hier (nördlich der Innenstadt); oder klicken Sie in die Bilder.

Quellen im Moltkeviertel
südlich der Innenstadt
am östlichen Rand der Innenstadt
nördlich der Innenstadt

Taleinschnitt der Berne am Moltkeplatz aufgeschüttet

Zur früheren Morphologie des Auenbereichs der Berne im Moltkeviertel schreibt die Autorin Silke Lück in ihrer Broschüre Das Moltkeviertel in Essen (Rheinische Kunststätten; Heft 449), Köln 2000 (siehe hier) auf Seite 5: (Zitat) „… bemühte sich die Stadt Essen bereits seit 1906 … den parallel zum Bahndamm verlaufenden Taleinschnitt Siepen genannt für den Bereich des zukünftigen Moltkeplatzes zu verfüllen. Das Aufschüttungsmaterial für die unteren Lagen lieferte die städtische Müllabfuhr. Die darüberliegenden Lehmmassen fielen an, als ein in der Nähe liegendes Gebiet nördlich vom Ostfriedhof in baureifes Land umgewandelt wurde. … Im Bereich südlich der Moltkestraße kam es nur zu einer geringfügigen Anschüttung von Erdreich, um einen harmonischen Übergang zu der im Tal geplanten und gebauten genossenschaftlichen Eigenheimsiedlung zu schaffen.“

Örtliche Wasserscheide Emscher – Ruhr am Rand des Moltkeviertels

„Honigmannkarte 1803-1806“ aus dem Historischem Portal Stadt Essen mit angedeuteten Fließrichtungen. Heutiger Stadtplan unterlegt. Klicken in das Bild vergrößert es. Weitere Karte hier.

Anders als die nach Norden zur Emscher fließende Berne entwässert der Siepen-Bach den südöstlichen Rand des Moltkeviertels nach Süden zur Ruhr hin. Unweit der Kreuzung Töpfer- / Henricistraße am Rande des Moltkeviertels entspringend (siehe unter anderem den „Historischen Stadtplan 1910″ hier), liegt seine Quelle etwa 500 m östlich der südlichen Berne-Quelle. Er fließt zunächst in nordöstlicher Richtung bis fast zur Lanterstraße und dann in südöstlicher und südlicher Richtung durch das Siepental zur Ruhr. Auch der Siepen-Bach ist heute vollständig verrohrt.

Nach einer Kartendarstellung der Pegel im Zuständigkeitsbereich von Emschergenossenschaft / Lippeverband (siehe hier) verläuft die örtliche Wasserscheide zwischen Emscher und Ruhr am südöstlichen Rand des Moltkeviertels … d.h. zwischen den auf der „Honigmannkarte 1803-1806“ sichtbaren Quellorten der Berne (als Nebenfluss der Emscher im Norden) und des Siepen-Bach (zur Ruhr im Süden). Für weitere Kartendarstellungen siehe auch hier (Quelle: LWL) und hier (Quelle: LANUV NRW; Seite 2).

Höhenkarte

Für eine farbcodierte Höhenkarte etwa des obigen Kartenausschnitts zur örtlichen Wasserscheide (abgerufen von hier) siehe hier.

Die Sage von der Berne

Die Künstlerin Anys Reimann hat für ihr temporäres Werk Bernehain (Aufstellung 2022‒2023 auf der Skulpturenwiese Moltkeplatz) den historischen Verlauf der Quellarme der Berne und die mit deren Quellbereich zusammenhängende Sage von der Berne (pdf hier) von Dirk Sondermann mit den früher dort lebenden Nixen recherchiert und in das Konzept für ihr Werk einfließen lassen. Für ein Plakat dazu siehe hier.


Literatur / Artikel über das Moltkeviertel und die Stadtteile Südostviertel & Huttrop:

Buch über das Moltkeviertel (2022) – Neuauflage Juni 2023

Berger Bergmann und Peter Brdenk (Hg.): Das Moltkeviertel in Essen ‒ Die etwas andere Gartenstadt

mit Beiträgen von
Berger Bergmann • Peter Brdenk • Holger Krüssmann • Christian Nielinger • Mandy Berger-Bringsken • Vilma Klingaite • Laura Krys • Kim Kurowski • Ellen Rosenkranz • Gina-Maria Schwenzfeier • Katharina Wicking

Verlag Ernst Heyer Essen 2023, 84 Seiten, ISBN 978-3-920454-00-9, DNB-idn 1296490033, Broschur, € 15,00.

WAZ/NRZ-Artikel vom 30. November 2022 zum Erscheinen der ersten Auflage des Buches hier (pdf; zur Anzeige ggf. vergrößern). Über die Verfügbarkeit der Neuauflage berichten WAZ/NRZ am 9. Dezember 2023 hier. Bilder des Buches ganz am Ende der Bilderstrecke hier.

Mehr zu dem Buch hier.

Das Buch ist erhältlich – nach Absprache jederzeit für € 15 bei KaM hier (bei Versand zuzüglich Porto und Verpackung).

Bilderstrecke zum Buch über das Moltkeviertel (2022)

SELK Kirche am Moltkeplatz / Ecke Semperstraße
Foto: www.nielinger.de

Während der Arbeiten für das Buch Das Moltkeviertel in Essen ‒ Die etwas andere Gartenstadt entstand eine Sammlung hochwertiger Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Moltkeviertel, die freundlicherwiese von dem Fotografen Christian Nielinger zur Verfügung gestellt wird. Teilweise sind die Bilder von einem mehrere Meter hohen Stativ aus aufgenommen und erlauben ungewohnte Anblicke.

Zur Bilderstrecke hier.

Broschüre über das Moltkeviertel (2010)

Der Verein KaM hat als örtlicher Partner des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln, an der Erstellung eines Heftes über das Moltkeviertel mitgewirkt. Die Broschüre von Tankred Stachelhaus: Das Essener Moltkeviertel ‒ Weltweit einzigartige RaumKunst ist im Juni 2010 erschienen (Rheinische Kunststätten; Heft 521, 32 pp, Köln 2010, ISBN 978-3-86526-051-2; Preis € 3).

Hier die Titel- und Rückseite des Heftes:

Das Heft zeigt und beschreibt unter anderem die Kunstwerke auf dem Moltkeplatz. Für die entsprechenden Abschnitte liegen von Vereinsmitgliedern angefertigte Übersetzungen in verschiedenen Sprachen vor; siehe auch hier.

Das Heft kann erworben werden bei KaM e.V., Moltkeplatz 9, 45138 Essen; Tel 0201 261366, Fax 0201 269396; E-Mail KaM@kunst-am-moltkeplatz.de zum Preis von € 3 (bei Versand zuzüglich Porto und Verpackung).

Presseartikel anläßlich des Erscheinens des neuen Hefts über das Moltkeviertel am 5. Juli 2010:

Tankred Stachelhaus: Das Essener Moltkeviertel ‒ Weltweit einzigartige RaumKunst, Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Rheinische Kunststätten Heft 521), 32 pp, Köln 2010, ISBN 978-3-86526-051-2

WAZ/NRZ 2. Juli 2010: „Ein Kunstwerk zum Wohnen“; Teil 1, Teil 2

NRZ 2. Juli 2010: „Manifest der Avantgarde“; Teil 1, Teil 2

COOLIBRI September 2010: 100 Jahre RaumKunst

Werdener Nachrichten 3. September 2010: Einladung zur RaumKunst


Ein Stadtquartier als großer Wurf: WAZ-Artikel vom 1. Oktober 2013; siehe hier

(ältere) Broschüre über das Moltkeviertel (2000)

Silke Lück: Das Moltkeviertel in Essen; Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Rheinische Kunststätten; Heft 449), 24 pp, Köln 2000, ISBN 3-88094-858-5.

Dies Heft ist beim Verlag vergriffen.

Der Verein KaM e.V. hat noch einige wenige Exemplare zur Verfügung: KaM e.V., Moltkeplatz 9, 45138 Essen; Tel 0201 261366, Fax 0201 269396; E-Mail KaM@kunst-am-moltkeplatz.de . Preis der Broschüre € 3 (bei Versand zuzüglich Porto und Verpackung).

ESSEN SIND WIR

ESSEN SIND WIR: Broschüre der EMG für den Bereich des Stadtbezirks 1 (Stadtmitte und die umliegenden Stadtteile) 2013. Kunst am Moltkeplatz ist hierin ein Highlight. PDF der gesamten Broschüre hier (8,2 MB). Der Artikel über KaM findet sich auf Seite 50 / 51. Der Moltkeplatz wird auch auf den Seiten 70 / 75 / 76 erwähnt.

Entdecke dein Südostviertel (2024)

Unter dem Titel „Entdecke dein Südostviertel“ hat der Kooperationsverbund Südostviertel die Internet-Präsenz www.suedost-entdecken.de aufgebaut und 2024 unter anderem ein Faltblatt herausgegeben.

Der nordwestliche Teil des Moltkeviertels mit der Skulpturenwiese Moltkeplatz liegt im Südostviertel; entsprechend ist KaM auf dem Faltblatt aufgeführt (unter „Verschiedenes Nr. 6“) und wird auf der Karte der Internet-Präsenz gezeigt.

Faltblatt (pdf; Februar 2024) hier.

Essens bunte Seite: Südostviertel & Huttrop (2014)

Essens bunte Seite: Südostviertel & Huttrop, Der Stadtteilführer von Bürgern für Bürger; mit Karte; Hrsg.: Initiativkreis „Essens bunte Seite“, c/o Storp9, Storpstraße 9, 45139 Essen, 2014. (Erhältlich u. a. bei KaM.) Wählen Sie das Bild des Stadtplans für eine größere Darstellung aus. Das Moltkeviertel ist blau unterlegt; KaM ist als hellrote Nr. 2 markiert. KaM hat das Projekt unterstützt und beim Entstehen des Stadtteilführers intensiv mitgewirkt.

Klicken / berühren Sie das Bild für eine größere Darstellung

Presseartikel zum Entstehen von Essens bunte Seite, dem Stadtteilführer von Bürgern für Bürger:

WAZ-Artikel vom 24. Oktober 2012

WAZ-Artikel vom 13. Dezember 2012 (pdf)

WAZ-Artikel vom 18. Februar 2013

WAZ-Artikel vom 25. Februar 2013 (pdf)


Weiteres:

Zu Führungen durch´s Moltkeviertel siehe unter anderem hier.

Verwaltungsmäßig gehört das Moltkeviertel zu den Stadtteilen Essen-Südostviertel und Essen-Huttrop.

Geoportal der Stadt Essen mit Stadtplan, Historischem Portal usw..

Historische Karten des Moltkeviertels (Historisches Portal Stadt Essen)

Das Moltkeviertel in Wikipedia; Wikimedia Commons Bilder hier.

Das Moltkeviertel auf baukunst-nrw.de (Architektenkammer NRW).